CMS-Vergleich: WordPress, Joomla, Shopware und TYPO3
WordPress ist das verbreitetste CMS und passt zu den meisten Firmenwebsites. Joomla bringt Mehrsprachigkeit und feine Rechte im Kern mit, Shopware ist ein eigenes Shopsystem, und TYPO3 richtet sich an große Organisationen mit vielen Websites und langen Supportzeiten. Alle vier sind quelloffen, die Kosten entstehen vor allem bei Umsetzung und Pflege.

Ein Content-Management-System, kurz CMS, trennt Inhalt und Technik: Sie schreiben Texte und laden Bilder hoch, das System baut daraus die Seiten. Welches System passt, hängt davon ab, wer die Inhalte pflegt, wie viele Sprachen und Bereiche es gibt und ob ein Shop dazugehört. Dieser Bereich vergleicht vier Systeme, die bei Websites im deutschsprachigen Raum häufig zur Wahl stehen. Laut W3Techs nutzen im Oktober 2026 rund 32 Prozent aller Websites keines der Systeme, die W3Techs erkennt [1].
Die vier Systeme im Überblick
Die Tabelle fasst Verbreitung und Ausrichtung zusammen. Die Anteile beziehen sich auf alle Websites, die W3Techs untersucht [1, 2].
| System | Anteil an allen Websites (Oktober 2026) | Ausrichtung |
|---|---|---|
| WordPress | 39,5 Prozent | Websites aller Art, Shop über WooCommerce |
| Joomla | 1,1 Prozent | mehrsprachige Websites, Portale mit Rechten |
| TYPO3 | 0,3 Prozent | große Organisationen, viele Websites und Sprachen |
| Shopware | weniger als 0,1 Prozent | Onlineshops, auch für Geschäftskunden |
WordPress steht unter der GPL in Version 2 oder später [3], Joomla ebenfalls unter der GPL [4]. Shopware 6 ist laut dem Projekt vollständig frei unter der MIT-Lizenz [5]. Für alle vier gilt: Die Software kostet in der Grundversion keine Lizenzgebühr. Ausgaben entstehen für Hosting, Umsetzung, Erweiterungen und Pflege, bei Shopware außerdem für die kostenpflichtigen Pläne. Was eine Website insgesamt kostet, steht unter Was kostet eine Website?.
WordPress, Joomla und Shopware
WordPress ist leicht zu bedienen und hat die größte Auswahl an Erweiterungen. Mehrsprachigkeit und fein abgestufte Rechte brauchen dort Plugins. Einzelheiten stehen unter WordPress: Stärken, Grenzen und Kosten.
Joomla bringt die Verwaltung mehrerer Sprachen und eine Rechtevergabe je Gruppe, Kategorie und Beitrag schon im Kern mit. Dafür ist die Einrichtung aufwendiger, und es gibt weniger Erweiterungen. Mehr dazu unter Joomla: Stärken, Grenzen und Kosten.
Für einen Shop stehen WooCommerce als Erweiterung für WordPress und Shopware als eigenes Shopsystem zur Wahl. Den Vergleich finden Sie unter Shopware oder WooCommerce.
TYPO3 für große Organisationen
TYPO3 hat der dänische Entwickler Kasper Skårhøj 1997 geschaffen und 1998 erstmals öffentlich gezeigt [6]. Seit 2004 führt die TYPO3 Association mit Sitz im schweizerischen Sissach das Projekt, ein gemeinnütziger Mitgliederverein [6]. Der Hersteller beschreibt TYPO3 als quelloffenes CMS für Unternehmen, das beliebig viele Websites und Sprachen unterstützt [7]. Mit der Erweiterung Workspaces kommen Arbeitsabläufe mit eigenen Stufen und Versionierung dazu [8].

Ein Merkmal sind die langen Supportzeiten. Jede LTS-Version bekommt drei Jahre kostenlose Unterstützung durch das Kernteam und die Community; danach bietet die TYPO3 GmbH kostenpflichtige erweiterte Unterstützung (ELTS) an [9]. Für TYPO3 14 LTS endet die freie Unterstützung am 30.06.2029, die erweiterte am 30.06.2032 [9].
Diese Möglichkeiten haben ihren Preis: TYPO3 verlangt mehr Einarbeitung und erfahrene Entwickler als WordPress. Für eine Firmenwebsite mit einer kleinen Redaktion ist es meist mehr System als nötig. Interessant wird es bei Konzernen mit mehreren Marken, bei Hochschulen oder Behörden mit vielen Redakteuren und Freigabewegen.
Welches System zu welchem Projekt passt
Als grobe Orientierung, die keinen Einzelfall ersetzt: Eine Firmenwebsite oder ein Blog mit einer kleinen Redaktion ist mit WordPress meist schnell und günstig umgesetzt. Mehrere Sprachen, Mitgliederbereiche oder getrennte Rechte für Abteilungen sprechen für Joomla. Ein kleiner Shop neben der Website passt zu WooCommerce, ein Shop mit Geschäftskunden und großem Sortiment eher zu Shopware. TYPO3 lohnt sich, wenn viele Websites, Sprachen und Redaktionen zentral verwaltet werden sollen.
SEO NW, der Betreiber dieser Website, setzt Websites mit WordPress und Joomla sowie Shops mit WooCommerce und Shopware um. Die Angebote stehen unter Leistungen von SEO NW.
- Studie Usage statistics and market shares of content management systems. W3Techs (Q-Success). Stand 29.10.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Studie Usage statistics and market share of Shopware. W3Techs (Q-Success). Stand Oktober 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Democratize Publishing. WordPress.org. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation About Joomla!. Open Source Matters, Joomla! Project. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation shopware/shopware (README). shopware AG auf GitHub. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation The TYPO3 Association. TYPO3 Association. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation TYPO3: The Open Source Enterprise CMS. TYPO3 GmbH. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation TYPO3 Workspaces. TYPO3 Documentation. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Build Blazingly Fast, Flexible Websites. TYPO3 GmbH, get.typo3.org. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
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